Klappentext

Musik des Luthertums ist ein Kernstück westlicher Kultur. Zum Reformationsjubiläum 2017 erzählt Konrad Küster ihre Geschichte und stellt sie in einen europäischen Kontext. Der Autor schildert zunächst die Rolle der Kirchenmusik in Luthers Liturgie. Er berichtet von der Fortführung der reformatorischen Ideen durch Kantoren, Organisten und Amateure, aber auch von Traditionsbrüchen. Besonders berücksichtigt werden Schütz und Bach, aber auch die Zeit zwischen beiden Meistern, zu der erst die Alte-Musik-Bewegung der jüngeren Zeit Zugänge erschlossen hat. Das Buch stellt auch heraus, welche Bedeutung die Orgelkunst des Nordseeraums für das Luthertum hatte. Und immer wieder geht es um überraschend intensive Beziehungen der lutherischen zur italienischen Musik.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.02.2017

Rezensent Jan Brachmann lässt sich von Konrad Küster gerne korrigieren, wenn es um lutherische Kirchenmusik geht, denn dieser rückt nicht nur einige erstaunlich falsche Vorstellungen, die sich die Nachwelt vom Glaubenslied und dem Kirchengesang macht, zurecht, sondern tut dies auf so anschauliche und frische Art und Weise, dass man sich als Leser nicht nur aufgeklärt sondern auch äußerst gut unterhalten fühlt. Bedauern kann Brachmann hier nur ein paar kleine Lücken, in die Johannes Brahms oder Felix Mendelssohn Bartholdy vorzüglich gepasst hätten, auch hätte er sich eine "methodische Erweiterung über die Musik- und Kirchengeschichte" hinaus gewünscht, doch das wäre nur der Zuckerguss gewesen, lobt der überzeugte Rezensent.
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