Mit 23 schwarz-weißen Abbildungen. Rossini wird in eine stürmische Zeit hineingeboren, Napoleon ist mittendrin in seinem Eroberungszug, neue Zeiten brechen an und Rossini wird ihr Komponist werden. Seine rasanten Tempi versetzen das Publikum in einen wahren Rausch. In ganz Europa feiert Rossini stürmische Erfolge, er komponiert vierzig Opern in fünfzehn Jahren und wird zum gefeierten Maestro.
Doch es sind nicht nur helle Jahre, die Rossini durchlebt. Nachdem er sich mit siebenunddreißig Jahren zunächst schöpferisch zurückzieht, kämpft er viele Jahre mit Krankheit und Depression. Schließlich neigt sich mit Rossinis Tod auch eine ganze Epoche dem Ende zu.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.06.2018
Rezensent Wilhelm von Sternburg zählt Gioachino Rossini mit seinen vierzig Opern zu den großen Revolutionären des Musiktheaters. Joachim Campes Biografie über den seinerzeit meistgespielten Komponisten stellt laut Sternburg klar, dass Rossini mitnichten bequem war, wie viele Biografen behauptet haben, sondern an schweren seelischen Krisen und den Folgen einer Geschlechtskrankheit litt. Sternburg erfährt vom Autor auch, dass Rossini Depressionen hatte. Diese seien es auch gewesen, die seinen frühen Rückzug verursacht hätten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.04.2018
Laut Rezensent Jürgen Kesting ist Joachim Campe mit seinem Versuch gescheitert, Rossini aus der historischen Realität heraus zu erfassen. Für Kesting liegt das daran, dass der Autor nicht den Versuch macht, eine Verbindung zwischen den Buffo-Opern und der Mentalitätsgeschichte zu herzustellen oder zu erklären, warum sich der Komponist so früh von der Opernbühne verabschiedete. Auch der biografische Teil überzeugt Kesting nicht, mehr als eine "Kehrichtsammlung" von Fakten kommt dabei nicht heraus, meint er. Zeitgeschichte und politische Biografie werden nicht verknüpft, und die Inhaltsangaben zu den Opern sind "heillos", schimpft er.
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