Seit alters her ruht die westliche Zivilisation auf den Rücken der Rinder. Sie wurden gemolken, geschlachtet, gehäutet, ins Joch gespannt, und als Gottheiten angebetet. In der modernen Massentierhaltung sind die Konsequenzen für die Umwelt und für unsere Ernährung fatal. Dabei ist BSE nur die Spitze des Eisbergs. In seinem Buch deckt Jeremy Rifkin die ganze Tragweite und die verheerenden Folgen des modernen Rindfleischwahns auf.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.04.2001
In Zeiten von BSE-Krise und MKS macht sich ein Buch mit einem solchen Titel gut: aber, Achtung, schreibt Marc Hoch, dieses Buch stammt aus dem Jahr 1992 und geht auf die Fragen, die in Zusammenhang mit BSE entstanden sind, nicht ein. Dennoch sei das Buch aktuell in einer Zeit, in der verstärkt über Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt diskutiert werde. Laut Hoch liefert Rifkin erschütternde Fakten gegen den Rinderwahnsinn der Menschen: etwa 25 Prozent der südamerikanischen Regenwälder seien abgeholzt worden, um Weideflächen für Rinder Platz zu machen. Der durch Rinderhaltung anfallende Wasser- und Treibstoffverbrauch trage doppelt so viel zur Umweltverschmutzung bei wie der gesamte Schadstoffausstoß der nordamerikanischen Industrie, erläutert Hoch. Als Stärke des Buches bezeichnet er die gut recherchierten Fakten, die Rifkin in großem Zusammenhang analysiere; eine Schwäche des Buches sieht er dagegen in dem eifernden, pamphlethaften Ton, den sich Rifkin bei der Auslegung der Fakten zu häufig aneigne.
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