Schweine und Menschen eint eine lange Geschichte - schon auf dem ersten Bild, das ein Mensch von einem Tier zeichnete, ist ein Schwein zu sehen. 90 Prozent unserer DNA teilen wir mit diesen intelligenten Wesen, die in vielen Weltgegenden immer noch als Haustiere gehalten werden. Weil man die Tiere bei uns jedoch kaum noch zu Gesicht bekommt, sind sie für viele zum seelenlosen Massenprodukt geworden.Der Agrarökonom Rudolf Buntzel unterzieht unsere Beziehung zum Schwein einer gründlichen Neubetrachtung. Indem er es uns mit all seinen Besonderheiten vorstellt, liefert Buntzel nicht nur eine spannende Kultur- und Wirtschaftsgeschichte dieses intelligenten wie sympathischen Tieres, er wirft auch einen kritischen Blick auf seine Verdinglichung und stellt würdevollere Formen der Haltung und Koexistenz vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.06.2022
Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho liest zwei Bücher zur Schweineindustrie, die ihm zeigen, wie notwendig eine Umstellung unserer Ernährungsgewohnheiten sind. Rudolf Buntzel und eine Reihe weiterer Autoren blicken in diesem Buch kaleidoskopartig auf die Geschichte des Hausschweins, die Umwandlung der bäuerliche Schweinehaltung in die Industrieproduktion und besonders schauerliche Aspekte der Tierquälerei, wie Macho erklärt. Relevant, informativ und lesbar findet Macho das Buch, das er nichtsdestotrotz in seiner Kritik nur recht knapp behandelt.
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