Jens Rosteck

Edith Piaf

Hymne an das Leben
Cover: Edith Piaf
Propyläen Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783549074190
Gebunden, 464 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Mit ihren Chansons bezauberte sie Millionen, ihre Bühnenpräsenz war legendär. Ihr dramatischer Lebensweg vom halb verhungerten Gossenkind zum international gefeierten Star bot Stoff für unzählige Filme und Romane. Anlässlich ihres 50. Todestags im Oktober 2013 legt Jens Rosteck die erste große deutschsprachige Biografie dieser Ausnahmesängerin vor. Eindringlich schildert er ihre Kindheit als Tochter eines Zirkuskünstlers, ihre ersten Auftritte als Straßensängerin, ihren atemberaubenden Aufstieg, aber auch ihre Drogenexzesse, Krankheiten, unglücklichen Männergeschichten und Eitelkeiten. Eine der schillerndsten Künstlerexistenzen des 20. Jahrhunderts wird so auf unterhaltsame Weise lebendig.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.01.2014

Präzise und elegant geschrieben, aufwändig recherchiert, mit leiser Ironie gewürzt, von den Quellen, besonders den hagiografischen, unabhängig: Besser könnte Jens Rostecks Biografie laut Rezensentin Eva Schäfers gar nicht in das Leben Piafs einführen: Es blickt einen aus diesem Buch ein ambivalenter Charakter an, so Schäfers, aber auch einer, der von den Klischees befreit ist und dem Rosteck überdies laut Rezensentin kennerische und glänzend formulierte Analysen widmet. Das Straßenkind mit seinen durchaus sadistischen Aspekten holt er hervor, aber auch die große Künstlerin, die überdies, in aller ihrer Ruppigkeit, manchen der von ihr verstoßenen Männern (Yves Montand, Georges Moustaki) zu einer Weltkarriere verhalf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2013

Immerhin: Mal wieder die Lieder der Piaf anzuhören, inspiriert Jens Rostecks Biografie den Rezensenten Dieter Bartetzko. Aber auch dazu, jede Menge Details aus dem an Details, Namen, Zeit- und Ortsangaben überreichen Buch zu referieren. Allzu viele neue Erkenntnisse verschafft das dem Rezensenten indes nicht. Auch geht Bartetzko die Dauerhuldigung im Buch ein bisschen auf die Nerven. "Madame ist ein Genie" - das kann er schon bei Cocteau lesen. Auch wenn Rosteck mit Urteilen nicht spart, zumal mit musiktheoretischen nicht, wie Bartetzko feststellt, die brennende Frage, warum die Piaf so lebte, wie sie lebte, und warum man sie dafür so liebte, erklärt der Rezensent etwas enttäuscht, beantwortet er nicht.
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