Josephine Baker, Marcel Sauvage
"Tanzen, Singen, Freiheit"
Memoiren

Reclam Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783150115220
Gebunden, 281 Seiten, 26,00 EUR
ISBN 9783150115220
Gebunden, 281 Seiten, 26,00 EUR
Klappentext
Aus dem Französischen von S. Reinhardus und E. Ranke. Mit einem Vorwort ihres Adoptivsohns Jean-Claude Bouillon-Baker, einer Einleitung von Marcel Sauvage und einem Essay von Mona Horncastle. Josephine Baker schaffte es aus einfachsten Verhältnissen ganz nach oben und inspirierte mit ihrer Energie Generationen von Frauen - bis heute. Hier erzählt sie ihre Lebensgeschichte in ihrem ganz eigenen Stil - von der Kindheit in den amerikanischen Südstaaten, ihrem Aufstieg als Tänzerin und Sängerin, dem glamourösen Leben in Paris bis zu ihrem heldenhaften Einsatz gegen das NS-Regime im Zweiten Weltkrieg.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2025
Mit Vergnügen liest Rezensentin Rose-Maria Gropp die Memoiren der afroamerikanischen, nach Frankreich ausgewanderten Sängerin und Tänzerin Josephine Baker. Es handelt sich dabei um ein Porträt, das der Journalist Marcel Sauvage aus Interviews zusammengestellt hat. Im Original erschien es 1949, und nun, nach einer französischen Neuauflage 2022, liegt es erstmals auch auf Deutsch vor, erklärt Gropp. Dadurch, dass die Interviews über einen großen Zeitraum verteilt geführt wurden (nämlich 1926, 1930, 1939 und 1949), entsteht für die Kritikerin eher der Eindruck einer Reportage als einer "fortlaufenden Erzählung": So wird für Gropp in den Zeitsprüngen etwa besonders deutlich, wie sich Baker immer mehr zu einer "reflektierten und scharfsichtigen" Frau entwickelte, die sich auch politisch als Spionin und Truppenunterhalterin sehr für Frankreich einsetzte - die Liebe für die Wahlheimat, die ihre Hautfarbe weniger zum Problem machte als die USA, grundiert für Gropp den Band. Aber auch Bakers Intelligenz und Humor imponieren ihr. Eine von Sauvage "gelungen" arrangierte und gut übersetzte Darstellung dieser französischen Ikone, Freiheitskämpferin und ersten schwarzen Frau im Pariser Panthéon, lobt die Kritikerin.
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