Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN
9783462010602 Kartoniert, 368 Seiten, 14,00
EUR
Klappentext
In "La vie en rose" nimmt uns Christoph Sator mit auf eine Reise durch die Geschichte des Chansons von Aznavour bis Zaz. Unterwegs erzählt er uns unzählige Geschichten und Anekdoten über das Land des savoir-vivre. Ob die dunklen Felsen der Bretagne, die breiten Pariser Boulevards oder die traumhaften Strände der Côte d'Azur: Beim Gedanken an Frankreich sieht jeder ein Bild vor sich - und alle hören einen Klang: Musik gehört zu unserem Nachbarland wie das Essen, der Wein und die Liebe. Ob es die Klassiker von Jacques Brel sind, die Popsongs von France Gall oder die Chansons der nächsten Generationen wie Benjamin Biolay oder Zaho de Sagazan: In der Musik liegt die ganze französische Seele. Auch in Deutschland kommen viele ins Träumen, wenn sie Édith Piafs Tremolo hören, Serge Gainsbourgs Bariton oder Françoise Hardys Flüstern. Und zuverlässig erobert jedes Jahr ein überraschender Hit aus Frankreich den Kontinent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.09.2026
Kritiker Stephan Klemm lernt von Christoph Sator, dem Italien-Korrespondenten der DPA, eine Menge über französische Chansons, nicht nur, dass es das und nicht der Chanson heißt. Die Textinterpretationen Sators sind dabei für Klemm ebenso überzeugend wie die gut recherchierten Viten der Sängerinnen und Sänger: Die "Chanson-Säulenheilige" Édith Piaf hat dem Buch mit ihrem "La Vie en Rose" den Titel verlieren. Die rosarote Brille hatte sie aber in vielen Belangen so gar nicht auf: Ihre große Liebe hat sie bei einem Flugzeugabsturz verloren, wurde alkohol- und tablettensüchtig, wie der Rezensent liest. Auch Juliette Gréco als Grande Dame des Chanson, darf nicht fehlen, sie zeichnete "viel Eleganz" und "nicht minder viel Egozentrik" aus, lesen wir. Aber auch über aktuelle Künstlerinnen und Künstler lernt Klemm einiges, zum Beispiel über Zaho de Sagazan, die auf der Abschlussfeier der Olympischen Spiele einen Song von Gréco gesungen hat und deren Musik sich sonst viel mit dem Leben als Frau befasst. Und natürlich ist dieses Buch auch eine kleine Kulturgeschichte Frankreichs, wie sich der Rezensent freut, auf der anderen Rheinseite trägt wohl auch eine verpflichtende Quote von 40 Prozent Chansons im Radio dazu bei, dass aus Frankreich "erfrischend andere Musik" kommt, deren Texte alle kennen, schließt er.
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