In den späten 1930er-Jahren gewährte ein neuer Highway an der Küste Kaliforniens erstmals einer breiteren Öffentlichkeit Zutritt zu einem einsamen Landstrich voller überwältigender Naturwunder: Big Sur. Angezogen von der Aura dieses schroffen, windumtosten Küstenstreifens, versuchten sich in der Folge namhafte Künstler wie Henry Miller, Joan Baez oder Jack Kerouac an einem Dasein in der Einsamkeit und erprobten einen Lebensstil, der heute kaum noch Aufsehen erregt, seinerzeit aber Wagemut und Pioniergeist erforderte: das Aufgehen im Naturerlebnis, Kontemplation und Konzentration aufs Wesentliche. In seinem facettenreichen Porträt dieser mythischen Landschaft zeigt Jens Rosteck, wie Big Sur das Schaffen mehrerer Künstlergenerationen in einer Weise prägte, die bis heute Widerhall nicht nur in der amerikanischen Kultur erzeugt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.11.2020
Rezensent Günther Wessel lässt sich gern von Jens Rosteck in den kalifornischen Nationalpark Big Sur entführen, der heute vielleicht von Touristen gut besucht sein mag, aber einst die Sehnsuchtsdestination der Aussteiger war. Lyriker und Fundamentalökologen verschlug es hierhier, Henry Miller, Hunter S. Thompson und Ravi Shankar. Von ihnen erzählt Rosteck, wie der Rezensent beteuert, in "glänzend formulierten" Essays, die ihm aber auch wunderbar das grandiose Naturerlebnis dieses Ortes vermitteln.
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