Aus dem Französischen von Heribert Becker. Nachdem er in zahlreichen Prozessen seinen Familiensitz Mornemont an
seine skrupellosen Verwandten verloren hat, bleibt Arthur Selbst nur
noch der Besitz der Mauern und Tore zwischen den zerstückelten
Besitztümern. Über diese Mauern läuft er tagein, tagaus und öffnet gegen
Bezahlung den Bewohnern die Tore. Mit dem Geld finanziert er habgierige
Anwälte, die den Prozess neu aufrollen sollen. Eines Tages strandet ein
mysteriöses U-Boot mit einem Gesandten des französischen Präsidenten am
Schiffsteg von Mornemont. Kann er Arthur Selbst helfen, seinen früheren
Besitz wieder zu erlangen?
Rezensent Ralph Trommer freut sich, dass der 1978 gemeinsam mit Jean-Claude Forest improvisierte Comic "Hier selbst" nun in einer Neuauflage erschienen ist. Für den Kritiker hat dieser "Vorläufer" der heutigen Graphic Novel nichts an Virtuosität eingebüßt: Einmal mehr bewundert er die literarische Qualität dieser "absurden Fabel", in der Tardi und Forest ihren Antihelden Arthur Selbst durch ein Labyrinth aus Mauern schicken, dessen dazwischen liegende Güter er jedoch nicht betreten darf. In der Fin-de-Siècle-Ästhetik und dem Schwarz-Weiß-Kontrast lässt sich schon früh Tardis Stil erkennen, lobt der Kritiker, der sich von den Beckett'schen Dialogen und der an Kafka erinnernden Handlung gern wieder in den Bann hat ziehen lassen.
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