Eine wichtige Studie zu zwei Zentralbegriffen der Philosophie Nietzsches, die fast immer missverstanden wurden. Oft heißt es, aus dem Perfektionismus Nietzsches folge eine Extremform des moralischen wie auch des politischen Elitismus, während sich aus dem Perspektivismus eine nicht minder extreme Form des erkenntnistheoretischen oder metaphysischen Relativismus ergeben soll. Alle Lesarten Nietzsches, die in diese Richtungen gehen, weist James Conant zurück.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2014
Kaum zu glauben, aber Juliane Rebentisch annonciert uns hier einen neuen Nietzsche jenseits der Klischees. Die Apologie, die James Conant in seinem Buch ausgibt, taugt für die Rezensentin dazu, Nietzsches Idee vom Übermenschen sowie sein Bild als "erkenntnistheoretischer Relativist" infragezustellen. Laut Rebentisch bezieht sich Conant in seiner Verteidigung auf John Rawls Prägung unseres Nietzsche-Bildes, die er für Rebentisch überraschenderweise mit Nietzsches Rezeption Ralph Waldo Emersons zu widerlegen sucht. Am Ende der Lektüre schaut die Rezensentin einen Nietzsche, dem es nicht um den einen Übermenschen zu tun ist, sondern um den "großen Menschen" in jedem von uns.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…