Reproduktion der Original-Ausgabe von 1886. Herausgegeben von Ludger Lütkehaus und David Marc Hoffmann. Nach mehr als einem Jahrhundert Nietzsche-Edition gibt es keine Werkausgabe Nietzsches, die diesen Anspruch konsequent einlöste, und das just bei einem Autor, der einen dezidiert strengen Werkbegriff hatte und dem die definitive Gestalt seines Werkes: das Buch über alles ging... Die Basler Nietzsche-Ausgabe hat den Vorzug, einem klaren und eindeutigen editorischen Prinzip zu folgen und den Lesern, die eine philologisch einwandfreie, zuverlässige, aber nicht mit den Varianten und Textstufen eines kritischen Apparats beschwerte Nietzsche-Ausgabe wollen, diese mit den Fassungen letzter Hand zu bieten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2014
Eine Revision Nietzsches. Wirklich? Und wozu eigentlich?, fragt sich Johan Schloemann in seiner Besprechung der neuen, von Ludger Lütkehaus mitverantworteten Basler-Ausgabe der Werke Nietzsches im Frankfurter Stroemfeld Verlag. Dass die Herausgeber nicht chronologisch vorgehen und mit "Also sprach Zatathustra" starten, scheint Schloemann nicht zu stören. Er freut sich zunächst einmal darüber, den Text hier im originalen Satz lesen zu können, nicht zuletzt, da dem Autor am Schriftbild sehr gelegen war, wie der Rezensent weiß. Inhaltlich stellt Schloemann dann allerdings fest, dass der Text durch die erneute Lektüre nichts gewonnen hat, weder Erhabenheit noch Lächerlichkeit. Zum Grund der Ausgabe lernen wir beim Rezensenten schließlich: Es geht darum, den Autor von einer gewissen "Überphilologisierung" zu befreien. Der Anfang wäre gemacht, findet Schloemann.
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