Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Der Löwe, der nicht lieb sondern "löwig", also grimmig und wild sein will, auch wenn er zunächst nur auf dem T-Shirt eines kleinen Jungen sitzt, hat Cornelius Hafner bestrickt. Der kleine Junge und seine kluge Schwester versuchen ihrerseits, den entlaufenen Löwen zu bezirzen und ernstzunehmen, auch wenn er oft nur zum Lachen komisch ist. Die Illustratorin Jacky Gleich bringt, so Hafner, viel konkreten Familienalltag ins Bild (eine farbige Zeichnung ist abgedruckt) und erschafft mit Orlev zusammen, der als Kind das Warschauer Ghetto erlebte, eine glaubwürdige, heitere Geschichte voll Lebenserfahrung.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…