Islamische Kunst in Deutschland

Cover: Islamische Kunst in Deutschland
Philipp von Zabern Verlag, Mainz 2004
ISBN 9783805333160
Gebunden, 196 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Joachim Gierlichs und Annette Hagedorn. Mit elf Schwarz-weiß- und 139 Farbabbildungen. Die Erforschung islamischer Kunst begann in Europa vor über 100 Jahren, dabei leistete Deutschland einen wichtigen Beitrag. In dem reich bebilderten Buch wird erstmals versucht, islamische Kunst in Deutschland in ihrer Vielfalt bekannt zu machen. Präsentiert werden Kunst und Kunsthandwerk aller Gattungen, Kalligraphie, Miniaturmalerei und Münzen unterschiedlichster Epochen und zahlreicher Länder von Spanien bis Indien. Die Publikation gibt zudem einen Überblick über Wissenschaftsinstitutionen, die sich mit islamischer Kunst und Kultur beschäftigen. Einzelne Überblicksartikel informieren über die Wege islamischer Kunst nach Deutschland seit den Kreuzzügen und über die Entwicklung des Forschungsgebietes "Islamische Kunstgeschichte". Das Buch möchte zu "Entdeckungen" islamischer Kunst in Deutschland anregen, denn viele hervorragende, weltbekannte Einzelobjekte befinden sich in wenig bekannten und kaum erschlossenen Sammlungen. Neben den Beständen sind Kontaktpersonen, Adressen und Öffnungszeiten verzeichnet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2005

Friedrich Niewöhner macht sich angesichts dieses Bandes über islamische Kunst in Deutschland für einen Lehrstuhl für islamische Kunst in Berlin stark. Er bezeichnet es empört als "Skandal und Erbärmlichkeit", dass sich dieses Fach der Kunstgeschichte nur an sehr wenigen Orten hierzulande studieren lässt und es ausgerechnet in der Hauptstadt, die durchaus über wichtige Exponate islamischer Kunst verfügt, in der Universität nicht gelehrt wird. Das Buch bietet die Geschichte unterschiedlichster Sammlungen islamischer Kunst sowie der islamischen Kunstgeschichte in Deutschland nebst alphabetischer Auflistung der Orte, an denen islamische Kunst gesammelt wird, teilt Niewöhner mit. Den Band, der nicht nur Museen, sondern auch Sammlungen in Gesellschaften, Universitäten und Bibliotheken aufführe, in denen islamische Kunst vertreten ist, und der zudem mit "hervorragenden" Abbildungen bestückt sei, preist er nicht nur für "Experten" sondern auch für den interessierten Laien als "großen Gewinn" und er meint, dass die Lektüre Lust auf eine "orientalische Reise in Deutschland" weckt.