Aus dem Japanischen von Dorothee Kettschau. Der "Manga-Messias" bietet seinen Leser:innen eine ausgefallene Wiedergabe der Evangelienberichte. Denn der beliebte Manga-Stil wird hier mit rasantem Geschichtenerzählen kombiniert. So gelingt es, biblische Inhalte in einer sich ständig verändernden, säkularisierten Kultur auch jungen Leser:innen packend zu vermitteln. Manga-Messias lässt eine der spannendsten Geschichten der Menschheit auf ganz besondere Art lebendig werden.
Kein gutes Haar lässt Rezensent Jan Drees an diesem Versuch, jungen Menschen Jesus mithilfe von Manga-Ästhetik näher zu bringen. Hier haben Engel violettfarbene Haare und Frauen Kulleraugen, stöhnt er, Jesus vollbringt Wunder im Schnellfeuertakt, für Zwischentöne ist kein Platz. Bei aller Drastik ist das alles freilich ziemlich langweilig, findet Drees, Erhabenheit wird durch Hysterie ersetzt und die Darstellung der Pharisäer hat einen antisemitischen Beigeschmack. Hände weg von dieser Veröffentlichung, so sein Fazit.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…