Aus dem Japanischen von Nora Bierich. Shigeru Mizuki hat seinen Einsatz im Pazifikkrieg überlebt und ist nach Japan zurückgekehrt. Dort versucht er, im Manga-Geschäft Fuß zu fassen - in der Nachkriegszeit ein mühsames Unterfangen. Mit Geduld und Leidenschaft gelingt ihm schließlich nach jahrelangem Kampf der Durchbruch. Als Shigeru Mizuki endlich Anerkennung für seine Arbeit erfährt und nicht mehr in prekären Verhältnissen leben muss, kehrt er noch einmal zu den Tolai nach Neuguinea zurück, die ihn als Soldat so herzlich aufgenommen hatten. Er gründet eine Familie und entdeckt seine Liebe zum Reisen, die ihn unter anderem nach Mexiko, Australien, Bhutan, Sumatra und in die USA führt, wo er die Welt der Monster und Geister verschiedener Kulturen erkundet. Der dritte und letzte Band von Shigeru Mizukis autobiografischer Trilogie umfasst die Jahre 1958 bis 2001, in denen sich Japan zur wirtschaftlichen Großmacht entwickelt und Shigeru Mizuki neben Osamu Tezuka zu einem der bekanntesten Mangaka seines Landes wird.
Rezensent Ralph Trommer liest angeregt den letzten Band "Mangaka" der autobiografischen Trilogie des japanischen Comiczeichners Shigeru Mizuki. Angereichert mit fantastischen Elementen erzählt Mizuki sein Leben, beginnend mit der Jugend im ländlichen Japan der zwanziger Jahre über Kriegserfahrungen und prekäre Lebensverhältnisse bis hin zum Erfolg ab den fünfziger Jahren und exotischen Reisen im höheren Alter. Trommer erkennt im letzten Band den "großen Appetit" und "robusten Magen" des Künstlers als "selbstironisches Leitmotiv", noch wichtiger seien allein die alten japanischen Volksmythen. Und so verwundert es kaum, dass die Werke des Japaners von einer Mischung aus Grusel und satirischer Komik durchzogen sind. Im Hintergrund der äußerst stilisierten Figuren erkennt der Rezensent begeistert überaus naturalistische Hintergründe, die ihn an alte Meister wie Dürer, Brueghel oder Bosch erinnern. Auf diese Weise wirken die Comics noch heute aktuell, für jede Altersgruppe geeignet und sind immer wieder ein Exkurs ins Unbekannte, schwärmt der Rezensent.
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