Die beiden Autoren, die Kohls Karriere lange Zeit begleitet haben, waren die Letzten, die den Alt-Kanzler kurz vor seinem schweren Unfall 2008 über 16 Stunden lang interviewen konnten. Sie beschreiben seine Lebensleistung, analysieren ausführlich den "Virtuosen der Macht", seinen Regierungsstil und das "System Kohl". Dabei werden sowohl die Licht- als auch die Schattenseiten beschrieben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2010
Ganz schön subtil die Kritik von Rainer Blasius an der vom Kohl-Kenner Heribert Schwan und Rolf Steininger verfassten Biografie des Einheitskanzlers. Den beiden Autoren attestiert er beste Voraussetzungen für das Nachzeichnen von Lebensweg und Lebensleistung, für die Arbeit am Mythos Kohl, ließe sich auch sagen. Schließlich stellt der laut Rezensent ganz ohne Fußnoten, Sach- und Personenregister auskommende Band vor allem für den Leser Helmut Kohl Erfreuliches dar. Die Ereignisse von 1989/90 etwa, denen die Autoren "spannend und quellennah" gleich die Hälfte des Buches widmen. Oder Kohls Arbeitsstil. Den später gegen Kohl erhobenen Vorwürfen, lässt Blasius wissen, sind ganze 10 Seiten gewidmet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.02.2010
Als ein Geschenk für den Altkanzler taugt dieses Buch gut, lässt uns Gerd Langguth wissen. Wirklich Neues oder gar Kritisches in Sachen Helmut Kohl, etwa zum Spendenskandal oder zu Kohls Mitverantwortung für den Niedergang der CDU, erfährt der Rezensent hingegen nicht oder nur andeutungsweise. Für den Leser, der allzu oft das Gefühl haben wird, Kohl selbst sprechen zu hören, so erklärt uns Langguth, ergibt sich dennoch ein großer Vorteil: Nach der Lektüre der von Heribert Schwan und Rolf Steininger laut Rezensent übrigens unter weitgehender Vermeidung lästiger Quellenangaben verfassten Biografie braucht er Kohls eigene Memoiren jedenfalls nicht mehr zu lesen.
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