Herausgegeben von Wolfgang R. Langenbucher. An prägnanten Beispielen aus der Praxis orientiert, plädiert Herbert Riehl-Heyse für den Qulitätsjournalismus und ein Umfeld, das ihn ermöglicht. Mit einem Blick in die eigene Werkstatt zeigt er, dass die Arbeiten von Journalisten als kulturelle Errungenschaft vor allem im Dienste angeregter und anregender öffentlicher Debatten stehen.
Der leitende Redakteur der Süddeutschen Zeitung, Herbert Riehl-Heyse hielt im Mai 2001 vier Vorlesungen über die "Poetik des Journalismus" vor den Wiener Publizistik Studenten. Zusammen mit einigen Artikeln aus den Jahren 2001 und 2002 sind diese hier veröffentlicht worden. Diemut Roether möchte dieses Werk vor allem "Journalisten als Pflichtlektüre empfehlen". Denn hier spreche einer über "stets die gleichen Versuchungen", denen Journalisten erliegen: "der Versuchung zur Faulheit, 'die Journalisten gerne dazu führt, voneinander abzuschreiben', der Versuchung des Herdentriebs, der Versuchung zur Verharmlosung oder Hysterisierung". Gleichzeitig wird dem Leser deutlich, warum Riehl-Heyse "zu Recht als einer der Großen im Journalismus gilt", schwärmt die Rezensentin, weil er seinen Beruf liebe und gleichzeitig eine "kritisch-ironische Distanz" zu ihm bewahren kann. Der Autor plädiere für einen Zeitungsjournalismus als "Gegenprogramm zum Fachidiotentum", weiß aber gleichzeitig, dass seine eigene Zeitung nicht in der Lage sei, diese Aufgabe zu bewältigen. Kein Wunder, befindet Roether, dass es auch Riehl-Heyse schwer falle, da noch Optimismus zu verbreiten. Und "Sisyphos" ähnlich wird Riehl-Heyse auch morgen wieder Artikel schreiben: "wider die deutschen Unsinnsdebatten über den Stolz, wider die Umkehrung der Wichtigkeiten und für den unabhängigen Qualitätsjournalismus", versichert die Rezensentin, und "wie Sisyphos müssen wir ihn uns als einen glücklichen Menschen vorstellen."
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Maxim Biller: Schwarze Samstage Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…