Internationales Symposion, Berlin 9.-11. November 2000. Als 1875 die großen Ausgrabungen in Olympia begannen, waren sie ein bahnbrechendes Unternehmen, das nicht nur für Olmpia selbst, sondern auch für die gesamte Entwicklung der Klassischen Archäologie von weittragender Bedeutung gewesen ist. Im Laufe seiner 125-jährigen Geschichte sind von diesem Forschungsunternehmen immer wieder nachhaltige Impulse auf die Altertumswissenschaft und darüber hinaus auf das Bild der antiken Kultur im öffentlichen Bewußtsein ausgegangen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.08.2003
Stefan Rebenich entdeckt eine Menge Interessantes in diesem Buch über die deutschen Ausgrabungen in Griechenland, das aus einem vom Deutschen Archäologischen Institut veranstalteten Symposium hervorgegangen ist. Das Interesse, mit dem der archäologischen Forschung damals nachgegangen wurde, belegt, "dass die Altertumsforschung damals zu den Leitdisziplinen zählte und zum internationalen Ansehen der Wissenschaften des neu gegründeten Kaiserreiches beitragen sollte" - auch wenn die Suche ein teures Vergnügen war. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass die Forscher nur Gipsabdrücke mitnehmen durften, da der Ausplünderung der Region im vorletzten Jahrhundert von griechischer Seite ein Riegel vorgeschoben wurde. Das Buch beschäftigt sich jedoch nicht nur mit frühen Ausgrabungen, sondern verfolgt die Geschichte deutschen archäologischen Engagements bis in die Gegenwart. Insofern ist der Band auch Zeugnis davon, dass "Olympia ein Experimentierfeld archäologischer Methoden war und ist".
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