Rosmarie Günther

Olympia

Kult und Spiele in der Antike
Cover: Olympia
Primus Verlag, Darmstadt 2004
ISBN 9783896782519
Gebunden, 176 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Die Reisebeschreibungen des Pausanias aus der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. sind eine unerschöpfliche Fundgrube nicht nur für Historiker. Rosmarie Günther begibt sich mit Pausanias auf die Reise in das antike Olympia. Sie nimmt den Leser mitauf einen Rundgang durch das sakrale Zentrum Olympias, die Altis und beschreibt dabei Kult und Kultstätten. Untrennbar verbinden sich die berühmten athletischen Wettkämpfe mit dem schon in der Antike alle vier Jahre gefeierten Kultfest in Olympia. Auch darüber berichtet Pausanias. Wir lernen herausragende Athleten (sowie eine Athletin, die spartanische Königstochter Kyniska) und ihre Geschichte kennen, erfahren einiges über Infrastruktur, Organisation, aber auch über den kulturellen Kontext der Spiele.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.07.2004

Sehr zufrieden ist Rezensentin Barbara von Reibnitz mit Michael Sieblers Monografie über die Olympischen Spielen in der Antike, die sie im Rahmen einer Sammelrezension von Büchern zum Thema bespricht. Das Buch sei, wie auch die anderen Titel, "gut und anschaulich geschrieben", mit Plänen, Fotos und Illustrationen versehen und es liefere zuverlässige Information für ein Nichtfachpublikum. Auch Siebler orientiere eingehend über das Programm und die Disziplinen der Wettkämpfe, über die Favoritenkämpfe der Zuschauer, über die Teilnahmebedingungen und das Training der Athleten. Wie bei den übrigen besprochenen Titeln hätte sich die Rezensentin auch hier mehr über die politisch-historischen Bezüge Olympias und die panhellenischen Agonistik gewünscht. Dafür informiere der Autor gut über die touristische Infrastruktur, die benötigt wurde, um die enormen Besucherandrang bei den Spielen zu bewältigen. Sehr ausführlich widme sich der Archäologe zudem der Wiederentdeckung Olympias. Die Rezensentin hebt hervor, dass Sieblers Darstellung generell durch einen konstanten Einbezug der Forschungsgeschichte und -diskussion besticht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2004

Insgesamt überzeugend findet Rezensent Uwe Walter Rosmarie Günthers Olympiabuch, eines von vier Büchern zum Thema, die nun, rechtzeitig vor den Olympischen Sommerspiele in Griechenland, erschienen sind. Ausführlich widmet sich Walter zunächst der Geschichte der Olympischen Spiele in der Antike sowie den Bauten und Kunstwerke, die in Olympia zu Ehren Zeus und anderer Götter aufgestellt wurden, um dann auf Günthers Buch einzugehen. Günther habe ihre Darstellung ganz um den Bericht des Pausanias, den "Reiseleiter", herumgebaut, was sie nicht hindere, zugleich die "weibliche" Seite von Kult und Geschichte thesenfreudig herauszustellen und sogar Muttergottheiten an den Anfang des Heiligtums zu setzen, berichtet Walter. Die Autorin betone zudem den enormen wirtschaftlichen und politischen Aufschwung, den Olympia nach der endgültigen Unterwerfung zweier abhängiger Regionen durch Elis in den 470er Jahren nahm. Walter hält fest, dass Günthers Werk, wie auch die übrigen besprochenen Olympiabücher, "alle vernünftigen Informationsbedürfnisse" befriedigt. Allerdings hätte er sich manchmal weniger Anekdoten und Details und dafür mehr "Reflexion auf Grundsätzliches" gewünscht, ein Tadel, der auch die andern Bücher trifft.
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