Helga Bansch, Heinz Janisch

Zack bumm

Cover: Zack bumm
Jungbrunnen Verlag, München 2000
ISBN 9783702657222
Gebunden, 32 Seiten, 12,68 EUR

Klappentext

Sigmund möchte fliegen lernen. Aber bei seinem ersten Versuch fällt er aus dem Nest. "Zack bumm" macht es da in seinem Kopf, und von nun an kann Sigmund nicht mehr singen. Wenn er es versucht, kommt nur ein klägliches "Zack bumm" aus seinem Schnabel heraus. Eines Tages setzt sich ein alter Hase unter den Baum, auf dem Sigmund wohnt. Er hört, wie Sigmund traurig vor sich hin krächzt. "Wir müssen etwas unternehmen, damit du wieder fröhlich wirst", sagt der Hase...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2001

Höchst erfreut über Eigensinn, Witz und Ironie von drei gemeinsam besprochenen Büchern zeigte sich Rezensentin Ursula Sinnreich.
1.) Geoffroy de Pennart: "Sophie macht Musik" (Beltz & Gelberg)
Zunächst stellt Rezensentin Ursula Sinnreich und eine gewisse Sophie Gudrun Hermine van der Weiden vor, die Sängerin werden möchte. Bald hat man herausgefunden: Sophie ist eine Kuh und hat es schwer, als Sängerin akzeptiert zu werden. Dann geht es um die moralischen Aspekte, die Kindern Toleranz, Gemeinsinn und den Mut zur Eigeninitiative beibringen sollen. Ganz ohne Zeigefinger, wie uns die Rezensentin ganz beglückt versichert. Autor de Pennart wird hochgelobt, weil in Wort und Bild "diese lehrreiche und amüsante Geschichte" in klaren Farben und Umrissen "Kontur" gewinne.
2.) Anne Maar: "Pozor" (Bajazzo)
Auch Pozor hat, wie wir bei Ursula Sinnreich lesen, wegen seines Äußeren Kontaktprobleme. Denn dieser große gelbe Hund habe ein so großes Maul, dass alle Reißaus nehmen würden. Dabei ist Pozor lieb. Doch schließlich findet sogar Pozor ein Zuhause und ein winziger Junge einen Freund. Die Rezensentin hat auch großen Gefallen an Bernd Mölck-Tassels Illustrationen gefunden, weil er sich nämlich nicht damit begnüge, Anne Maars Geschichte zu bebildern. Vielmehr habe er die ganze Geschichte "Buchstabe für Buchstabe" selbst niedergeschrieben, und das so entstandene bewegte Schriftbild sei wie ein Spiegel der Gefühlsbewegungen beider Hauptfiguren. Darüber hinaus müssen die Bilder eine große emotionale Eigendynamik haben: sprunghafte Perspektiven und kantige Formen, in der die Grenze zwischen Realität und Phantasie im Nu übersprungen ist.
3.) Heinz Janisch, Helga Bansch: "Zack bumm!" (Jungbrunnen)
Ein besonderes Merkmal, erzählt uns Ursula Sinnreich schließlich, habe auch Sigmund. Sigmund ist ein kleiner Vogel, der seit er aus dem Nest fiel, nur noch "Zack bumm" sagen kann. Aber dann trifft er den klugen Hasen Carl Gustav, und der gibt ihm die Lebensfreude zurück: auf einem sogenannten "Nachdenksofa", erfahren wir, erinnert Sigmund das traumatische Ereignis und alles wird gut. Während die Großen sich an lauter "subtilen" psychoanalytischen Anspielungen erfreuen können, werden sich nach Einschätzung der Rezensentin die Kleinen schnell in der "von Helga Bansch gestalteten sanftfarbigen Welt dieses kleinen, zerzausten, vom Baum gefallenen Vogels" heimisch fühlen. Kurz: "Lesespaß und Augenschmaus" für alle!
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