Mit 6 farbigen Bildtafeln. Heidrun Merkles Geschichte des Genießens zeichnet nach, wie sich die Rituale festlichen Speisens durch die Jahrhunderte veränderten. Ausgewählte literarische Quellen zur Antike, zum Mittelalter, der Renaissance und der Neuzeit belegen die Verfeinerung der Tischsitten und wie durch alle Zeiten hin wirkliches Genießen eine besondere Haltung voraussetzt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.04.2002
Heidrun Merkle hat ein Buch über den Genuss am Essen geschrieben, berichtet Sascha Michel. Darin beschreibt sie sehr "narrativ" die Gastfreundschaft und das Gastmahl in der Antike, zivilisatorische Errungenschaften wie das Besteck sowie die Entwicklung von Esskulturen wie das gemeinsame Warten auf die Speisen am Familientisch des Bürgertums, so der Rezensent. Die Autorin bediene sich vieler Zitate aus der Belletristik und wolle dem Leser scheinbar einen "kulinarischen Text" servieren, vermutet Michel. Doch das garantiere allenfalls eine gute Lesbarkeit, aber keine tiefergehende Betrachtung der vielen Aspekte, die mit dem Essen und dem Genuss daran einhergehen, kritisiert der Rezensent.
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