Herausgegeben von Hartmut Lehmann und Jean M. Quedraogo. Max Webers Studien zur Religionssoziologie gehören zu den faszinierendsten - und umstrittensten - wissenschaftlichen Texten des 20. Jahrhunderts. In diesem Band diskutieren Weberspezialisten aus vielen Ländern aus vergleichender und interkultureller Perspektive die je eigene Geschichte der Rezeption und Bedeutung der Weberschen Religionssoziologie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2004
Friedrich Wilhelm Graf lässt Spott sprechen, um das devote Jüngertum der Weber-Forschung aufs Korn zu nehmen. Leider, führt er aus, werde auch in diesem Tagungsband, trotz einiger sachlicher und sogar kritischer Beiträge, vor allem "über Heidelberger Text-Gebeinen Weihrauch geschwenkt". Dem Rezensenten zufolge geht es den Herausgebern um die Frage, was denn des Heiligen Max zunehmende körperliche Auszehrung und sein asketischer Habitus für seine Religionssoziologie bedeuteten - lag darin eine "Botschaft"? Dazu werden "körpergeschichtliche und medizinhistorische" Werkzeuge hervorgeholt und Fotos gezeigt - eine "semiologische Wende der Weber-Hermeneutik", konstatiert Graf trocken und bedauert, dass die Gemeinde leider das Arbeitsgewicht des Angebeteten nicht ermitteln konnte. Sein Vorschlag: "Es wäre höchst unterhaltsam, den Weber-Kult in den Begriffen seiner eigenen Religionssoziologie zu analysieren."
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