1971 bis 1982, das waren die "Disco"-Jahre im deutschen Fernsehen. Der stets adrett gekleidete Ilja Richter nahm der aufgeschreckten Elterngeneration die Angst vor ausländischen Hervorbringungen wie Suzie Quatro oder Smokie. Ilja Richters Erinnerungen fangen in den siebziger Jahren an, lassen die Stars und Sternchen Revue passieren. Aber er erzählt auch von den ganz frühen Jahre als Bühnenkind, den Gehversuchen in der Friedensbewegung, den "taz"-Kolumnen, der Mutterbindung, den Erfolge als Schauspieler und Theaterautor und nicht zuletzt vom Leben als Jude im Nachkriegsdeutschland.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Marc Degens bespricht die Erinnerungen des Moderators der legendären ZDF-Sendung „Disco“ mit großem Wohlwollen. Richter und seinem Mitautor Harald Martenstein sei ein „sehr intimes und persönliches Buch“ gelungen. Zwar lasse das Buch die achtziger Jahre aus - der Rezensent deutet an, dass es sich dabei um eine dunkle Zeit für Richter gehandelt zu haben scheint - aber dafür liefere es einen Einblick in die Welt der westdeutschen Unterhaltungsindustrie nach dem Krieg.
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