Hans Mathias Kepplinger, Marcus Maurer

Abschied vom rationalen Wähler

Warum Wahlen im Fernsehen entschieden werden
Cover: Abschied vom rationalen Wähler
Karl Alber Verlag, Freiburg 2005
ISBN 9783495480403
Gebunden, 195 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit 35 Schaubildern und 25 Tabellen. Das meiste, was die Wähler wissen oder zu wissen glauben, haben sie aus den Medien und hier vor allem aus dem Fernsehen. Sie orientieren sich nicht am Geschehen, sondern an seiner Darstellung. Dies wirft mehrere Fragen auf: Wie werden das aktuelle Geschehen und die handelnden Personen im Fernsehen dargestellt? Wie gehend die Zuschauer mit der Darstellung um? Und wie wirken sich ihre medial vermittelten Vorstellungen auf das Wahlverhalten aus? Diese Fragen werden anhand des Wandels der aktuellen Berichterstattung im Fernsehen und der Sichtweisen der Wähler vom Frühjahr 1998 bis zum Herbst 2002 beantwortet. Die Grundlage bilden die wiederholte Befragung der gleichen Personen kombiniert mit systematischen Analysen der wichtigsten Fernsehnachrichten. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Fernsehpräsenz der Kanzlerkandidaten in den Vorstellungen der Zuschauer niederschlägt und wie sich diese Vorstellungen auf die Entscheidung der Wähler und den Ausgang der Wahlen auswirken.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2005

Hans Mathias Kepplingers und Marcus Maurers Studie über die Einfluss des Fernsehens auf das Verhalten der Wähler erscheint Rezensent Hans Fenske "hochinteressant". Wie er berichtet, haben die Autoren zwischen 1998 und 2002 nicht nur zahlreiche Meinungsumfragen zu etlichen Bereichen des politischen Geschehens, der Beurteilung der Lage in Deutschland und der Bewertung der Kanzlerkandidaten Stoiber und Schröder durchgeführt, sondern gleichzeitig 5.400 Beiträge in den "Tagesthemen" der ARD, im "Heute-Journal" des ZDF, in "RTL-Aktuell" und in "18.30" von Sat1 analysiert. Ihre Beobachtung, dass Sympathiewerte bei der Wahl mehr zählen als Sachkompetenz, wird man nach Einschätzung Fenskes verallgemeinern dürfen. "Keine Partei und kein einzelner Politiker", resümiert Fenske die Ergebnisse der Studie, "kann ein Thema gegen die Mehrheit der meinungsbildenden Medien und insbesondere gegen das Fernsehen etablieren oder bestimmenden Einfluss auf die Diskussion von Sachfragen gewinnen."
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