Was ist die Orgel? Wie funktioniert sie? Wie spielt man auf ihr? Wie sehen die Werke aus, die für sie geschrieben wurden? Hans Maier, selbst angesehener Organist, verfolgt in diesem Buch die Kulturgeschichte der Orgel von den Anfängen an: ihren Bau, ihre Technik, ihre Register und die Entwicklung der auf ihr gespielten, für die Orgel komponierten Musik.
Auch wenn die Orgel nicht mehr ein rein kirchliches Instrument ist: ihre Geschichte, ihre liturgische Funktion und vor allem die für sie geschriebenen geistlichen Werke kennzeichnen und prägen sie bis heute. Stärker als jedes andere Instrument lebt die Orgel vom unmittelbaren Zugriff, von der Improvisationskunst ihrer Spieler und ist damit sehr modern, unberechenbar und lebendig.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2016
Rudolf Neumaier ist hingerissen von Hans Maiers Orgelgeschichte. Vergnüglich und lehrreich scheint ihm, wenn der "Kulturkatholik" Maier in die musikalischen und technischen Details seines Lebensinstrumentes geht, Zeugen seiner Leidenschaft wie Hermann Hesse oder Jean Paul aufruft und Orgelmeister des 17. Jahrhunderts vorstellt. Dass Maier sich nicht mit den hinlänglich bekannten Komponisten wie Bach aufhält, sondern Seitenblicke wagt und vom Erfinder Ktesibios in Alexandria berichtet, der Feuerwehrspritzen entwickelte und eben auch die erste Orgel, scheint Neumaier höchst unterhaltsam.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2016
Bernhard Schrammek weiß nicht recht, wem er Hans Maiers schmale Abhandlung über die Orgel empfehlen soll. Organisten, Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler werden in den Ausführungen zur Geschichte und Baukunst der Orgel wenig Neues finden, meint der Kritiker. Auch Maiers umfassendes Kapitel zu Orgelmusik und zu Orgelkomponisten hat Schrammek nicht überzeugt: Zu viele Namen, zu viele Fachbegriffe, zu wenig Information, findet er und glaubt, dass orgelbegeisterte Laien während der Lektüre schnell aussteigen werden. Dass Maier kaum etwas über seine persönlichen Erfahrungen, etwa mit Liturgen oder der Gemeinde, erzählt, findet der Rezensent ebenfalls bedauerlich. Das Porträt über den Organisten Olivier Messiaen ist allerdings lehrreich und "plastisch", lobt der Kritiker.
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