Klappentext

Norbert Abels hat in 66 Essays das Verhältnis von Musik zu Sprache, von Sprache zu Musik beleuchtet: indem er den Verbindungen von Schriftstellern und Komponisten, von Musikern und Librettisten nachspürt. Wie immer in seinen Texten findet Norbert Abels einen Kosmos von Bezügen, von Gegenständen und Aspekten, die seinem Thema als Dreh- und Angelpunkte dienen. Das macht den Band einmal mehr zu einem ganzen Bündel von Entdeckungsreisen. Das noch größere Verdienst dieses Bandes ist es indes, wie lebendig er über Literatur und Musik zu erzählen weiß - und uns neugierig macht und den Impuls eingibt, sofort ins Opernhaus, umgehend in eine gut sortierte Bibliothek oder Buchhandlung zu laufen. Norbert Abels' Betrachtungen lesen auf, was klingende Verschmelzungen von Sprach- und Tonkunst hervorbrachten. Auf einer Reise durch die Operngeschichte von Claudio Monteverdi und Henry Purcell bis John Cage und Hans Werner Henze begegnen uns berühmte wie zu Unrecht vergessene Werke.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.02.2017

Hans-Klaus Jungheinrich schätzt das von Liebe zum Fach bestimmte Schreiben des ehemaligen Chefdramaturgen der Oper Frankfurt. Dass Norbert Abels ein Schriftgelehrter ist, wie er im Buche steht, kann Jungheinrich mit jedem einzelnen der im Band enthaltenen Aufsätze feststellen. Wie eine brillante Zeiten und Gebiete durchmessende Reise erscheint ihm die Lektüre. Wenn Abels anhand von Dokumenten und Zeitzeugnissen Werke interpretiert und Verknüpfungen herstellt, kann der Rezensent was lernen. Etwa über Henzes späte Motivation beim Komponieren, Opern von Wagner, Verdi und Puccini, das Theater der Ruth Berghaus oder Delius' "Romeo und Julia auf dem Dorfe". Vieles scheint der Autor überhaupt exklusiv zu erschließen, meint Jungheinrich, für den die Texte ein bleibender Wissensquell sind. Eine echte Fundgrube für den Opernfan, meint er.