Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2007
Michael Gassmanns zeigt sich sehr angetan von Tina Frühaufs Studie jüdischer Orgeln und Orgelmusik in Deutschland zwischen 1810 und 1938. Die Autorin habe ihre Dissertation, aus der das Buch hervorgegangen ist, übersichtlich gegliedert und ihr Thema von allen Seiten beleuchtet, lobt der Rezensent. Laut Frühauf ist die Geschichte der jüdischen Orgelmusik in Deutschland vor allem ein Zeugnis für die Assimilation deutscher Juden, da die Orgel als liturgisches Instrument aus dem christlichen Gottesdienst übernommen wurde, erklärt der Rezensent. Er bemerkt anerkennend, dass die Autorin auch methodischen Problemen in ihrer Studie nicht aus dem Weg geht, denn sie reflektiert die Frage nach dem eigentlichen Wesen 'jüdischer' Musik und benennt auch den weitgehenden Mangel sowohl an notierter früher Orgelmusik, als auch an Orgelkompositionen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die den nationalsozialistischen Pogromen zum Opfer gefallen sind. Traurig stimmt Gassmann die Feststellung Frühaufs, dass heute sage und schreibe noch zwei Orgeln in deutschen Synagogen vorhanden sind.
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