Musik ist eine Kunst, die in besonderer Weise von Vergänglichkeit und Tod spricht, Trost gibt, aber auch dem Aufbegehren ihre Stimme leiht. Wie tut sie das? Peter Gülke gibt in diesem Buch vielfältige Antworten und stellt grundsätzliche Fragen. Mit unnachahmlicher Sprachkraft und in inspirierenden Denkbewegungen schildert er musikalische, literarische und auch persönliche Erfahrungen mit Vergänglichkeit, Abschied und Tod. Dabei präsentiert er Überlegungen von allgemeinem, oft über Musik hinausgehendem Interesse. So gibt er dem aktuellen Diskurs über Sterben und Tod, Erinnern und Hoffen wichtige Impulse
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.07.2015
Nach der Lektüre von Peter Gülkes neuem Buch "Musik und Abschied" gerät Jens Malte Fischer ins Schwärmen. Einmal mehr lässt sich der Kritiker von dem geistvoll und stilistisch brillant schreibenden Dirigenten und Musikwissenschaftler in den Bann ziehen, wenn gleich das Thema kein einfaches ist. Denn Gülke betrachtet in den 54 essayistischen Apercus nicht nur kenntnisreich die abendländische Musik aus der Perspektive des Abschieds, etwa wenn er von Requien und anderen Formen der Trauermusik schreibt, sondern berichtet auch überraschend persönlich, aber keineswegs exhibitionistisch vom Tod seiner Frau. Nicht zuletzt bewundert Fischer Gülkes Verdienst, kein "pathosumwölktes Mausoleum" zu errichten, sondern ein kluges, lebendiges und tiefsinniges Werk zu verfassen, das neben großen und weniger bekannten Komponisten auch Rilke, Goethe, Andreas Gryphius oder Christa Wolf mit einschließt.
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