Als Kind hat der Kindertherapeut Hans Hopf selbst Flucht und Vertreibung erlebt. Die Parallelen der heutigen Situation zur Nachkriegszeit liegen auf der Hand, doch aus den damaligen Erfahrungen wird nicht gelernt. Dabei wissen Psychotherapie und Pädagogik, worauf es bei der Integration dieser Menschen ankommt.
Die Eingliederung der Asylsuchenden stellt unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren vor eine ihrer größten Herausforderungen. Unter ihnen befinden sich auffallend viele Jungen und junge Männer, die ohne ihre Familien geflohen und auf sich alleine gestellt sind. Hans Hopf zeigt die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede der Situation der damaligen und heutigen Flüchtlingskinder auf und erklärt auf der Grundlage seiner eigenen persönlichen Erfahrungen, seiner Kenntnisse als Psychoanalytiker und seiner jahrelangen Erfahrung als therapeutischer Heimleiter, was getan werden muss und wie eine Integration gelingen kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.08.2017
Christoph Türcke findet die Ausführungen des Kinderanalytikers Hans Hopf glaubhaft und lesenswert, auch wenn ihm nicht alles neu erscheint, was der Autor zum Thema Traumabehandlung bei Flüchtlingskindern zu sagen hat. Dass Hopf selbst als Kind aus Tschechien nach Deutschland kam, steigert für Türcke die Relevanz seiner Darstellung. Die enorme Bedeutung von Empathie, Struktur und traumasensibler Ansprechpartner für Flüchtlingskinder kann ihm der Rezensent nachvollziehbar erläutern, indem er seine Kindheitsgeschichte erzählt und den Leser zur Beurteilung einlädt.
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