Von den Wissenschaften weitgehend vergessen, doch allgegenwärtig in der heutigen Kultur: Die Seele. Wie ist dieser "Seelenverlust" zu erklären, und wie kommt es, dass die Seele heute wieder so populär ist?Das Buch erzählt die faszinierende Geschichte der Seele im 20. Jahrhundert aus kulturwissenschaftlicher Sicht. Zu Beginn des Jahrhunderts fester Bestandteil kultureller Debatten zwischen Psychologie, Philosophie, Religionswissenschaft, Literatur und Politik, erfuhr die Seele nach 1950 einen großen Aufschwung außerhalb der Universitäten und wurde zum zentralen Bezugspunkt populärer Kultur - von alternativen Therapieformen bis hin zu Literatur, Film, neuen spirituellen Bewegungen sowie ökologischen und politischen Programmen. Die Analyse zeigt, dass Seelenkonzepte wichtige Träger von Religion in einer nur scheinbar säkularisierten Moderne sind.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 22.11.2019
Knapp und nur mäßig begeistert bespricht Rezensent Eike Gebhardt diese Kulturgeschichte der Seele des Religionswissenschaftlers Kocku von Stuckrad. Von Platon und Thomas von Aquin über C. G. Jung bis zu New-Age-Philosophien, Mystik und Quantenphysik tauche hier zwar alles auf, was irgendwie mit Vorstellungen von "Seele" zu tun habe, erkennt der Rezensent. Dass der Autor aber gerade bei spirituellen Lehren das "Mystifizierende" nicht demaskiert und überhaupt mehr beschreibt als kritisch betrachtet, findet Gebhardt ärgerlich. Selbstreflexion, eine wissenssoziologische Perspektive und Metapsychologie hätten dem Buch gut getan, meint er.
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