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Günther Lachmann

Tödliche Toleranz

Die Muslime und unsere offene Gesellschaft
Cover: Tödliche Toleranz
Piper Verlag, München 2005
ISBN 9783492046992
Kartoniert, 250 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Seit vierzig Jahren leben Muslime in Deutschland - warum wird die Kluft zwischen ihnen und den Deutschen immer größer? Lange Zeit wollte es niemand wahrhaben: Die Integration der Muslime in die westliche Gesellschaft ist gescheitert, der Traum von der "multikulturellen Gesellschaft" geplatzt. Die Deutschen und ihre muslimischen Mitbürger leben nicht miteinander, sondern nebeneinander - wird daraus bald ein Gegeneinander? Durch die Abwehrhaltung der einheimischen Bevölkerung und die mangelnde Integrationsbereitschaft der Muslime leben viele von diesen in einer Parallelwelt: Dort werden oft die Werte der westlichen Gesellschaft wie Toleranz, Meinungs- und Glaubensfreiheit nicht anerkannt. Statt dessen werden Ausgrenzung, Unterdrückung der Frauen und Hass gegen "Ungläubige" und Juden gepredigt. Abgekoppelt vom Westen, der sie nicht akzeptiert, sind, so Günther Lachmanns Analyse, zunehmend mehr Muslime gerade in Deutschland offen für die Botschaft der radikalen Islamisten. Ayaan Hirsi hat dies am eigenen Leib zu spüren bekommen. In ihrem Beitrag zu diesem Buch ruft sie die muslimischen Frauen im Westen dazu auf, endlich ihre Rechte in Anspruch zu nehmen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.02.2005

Cathrin Kahlweit bespricht drei Bücher, die sich mit der Situation von Migranten in Deutschland beschäftigen. In seinem Buch "Tödliche Toleranz" setzt sich Günther Lachmann sowohl "buchhalterisch" als auch "eindringlich" mit den Migrantenproblemen und mit dem Traum von der "Multikulti"-Gesellschaft auseinander, erklärt die Rezensentin angetan. Der Autor analysiere sehr genau, wie und warum die Integration von "Gastarbeitern" in Deutschland gescheitert und warum daraus eine "ausgegrenzte, fanatisierte Generation" von Migranten entstanden sei, so Kahlweit. Das Szenario, das der Autor von einer "terroristischen Tötungsmacht" entwirft, die es darauf anlegt "sich liberale Gesellschaften untertan zu machen" findet die Rezensentin ziemlich "bedrohlich", sie gibt in ihrer Rezension jedoch nicht zu erkennen, wie überzeugend ihr dieses Schreckbild erscheint.
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