Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.08.2001
Dem Autor attestiert Friedemann Harzer "rabbinische Geduld". Wenn Wohlfart in chinesisch-englischen Wörterbüchern, Übersetzungen und Kommentaren blättert und zentrale Begriffe des Daodejing neu interpretiert, fühlt sich der Rezensent in kundiger Obhut "näher an die chinesische Mentalität und Denkweise heran(geführt)." Selbst an der zwischen Poesie und philologischer bzw. historischer Forschung changierenden Art "interkultureller Familienforschung" (Daodejing bei Heraklit, Heidegger u.a.), wie Wohlfart sie betreibt, findet Harzer Gefallen: Ein Beitrag zu "jener komparativen Philosophie, die in der Universitätslandschaft noch eine terra incognita ist."
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