Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.08.2001
Dem Autor attestiert Friedemann Harzer "rabbinische Geduld". Wenn Wohlfart in chinesisch-englischen Wörterbüchern, Übersetzungen und Kommentaren blättert und zentrale Begriffe des Daodejing neu interpretiert, fühlt sich der Rezensent in kundiger Obhut "näher an die chinesische Mentalität und Denkweise heran(geführt)." Selbst an der zwischen Poesie und philologischer bzw. historischer Forschung changierenden Art "interkultureller Familienforschung" (Daodejing bei Heraklit, Heidegger u.a.), wie Wohlfart sie betreibt, findet Harzer Gefallen: Ein Beitrag zu "jener komparativen Philosophie, die in der Universitätslandschaft noch eine terra incognita ist."
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…