Angst kennt jedes Lebewesen in bestimmten Situationen. Ausgehend vom Tierreich wird das Phänomen Angst erstmals aus verhaltensbiologischer Sicht und vor dem Hintergrund der Evolution untersucht. Dabei wird nicht nur die Psychologie, Philosophie und Medizin einbezogen, sondern auch der neurobiologische, ökologische und soziale Kontext beleuchtet. Die für Wissenschaftler und Laien gleichermaßen interessante Darstellung schlägt auf dem Wege der Psychobiologie schließlich die Brücke zum Menschen. Eine faszinierende Naturgeschichte der Angst, dargeboten auf dem aktuellen Forschungsstand!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2000
Schwieriges Terrain, das der Autor da betritt, findet Diemut Klärner. Wenn jeder Mensch schon für seinesgleichen einen Abgrund bedeutet, scheint sie sich zu fragen, wie nah können wir dem Gefühlsleben von Tieren dann kommen? Indessen lässt Klärner auch keinen Zweifel daran, dass sich der Autor wirklich Mühe gegeben hat, uns auf die Sprünge zu helfen. Auf dass wir künftig besser verstehen, was in dem Fisch vorgeht, der an der Angel zappelt. Fürchtet der sich, hat er Angst, oder ist es ihm schnuppe? Tembrock untersuche den emotionalen Zustand der Angst im Kontext von Raum und Zeit sowie unter individual- und sozialpsychologischen Aspekten und lasse sogar Philosophen zu Wort kommen. Das "spröde Gelehrtendeutsch" jedoch und die vielen Fachtermini, schreibt Klärner, machen das Verständnis nicht eben leichter. Und so weit kann der Autor ja offenbar ohnehin gar nicht ausholen, uns in die Grundlagen der Verhaltensforschung einführen - dass uns endlich einleuchtet, warum der Hund den Schwanz einzieht.
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