Klappentext

Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas' inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun, und wer hat hier überhaupt etwas richtig gemacht?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.10.2019

Claudia Ingenhoven schätzt den Humor und die lebendige Schilderung in Gregor Sanders Roman über die lange Freundschaft zweier Rostocker. Vom Aufwachsen in der DDR bis zur Aufbruchstimmung im Nachwendeberlin reicht die Erzählung laut Ingenhoven und bietet komplexe Lebensgeschichten, die der Autor allerdings sehr lesbar und spannend abbildet, wie die Rezensentin versichert. Gibt es ein Geheimnis zwischen den Freunden? Eine der Fragen, zu denen dieser Roman über Freundschaft und gesellschaftliche Veränderungen die Rezensentin anregt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.09.2019

Kristof Botka vermisst die Wahrheit in Gregor Sanders Roman. Wirklichkeit, vom DDR-Alltag über 9/11 bis zum Islamisten-Terror, enthält der Text laut Botka hingegen reichlich. Das Problem des Buches liegt für den Rezensenten darin, dass es dem Autor nicht gelingt, beides miteinander zu verbinden bzw. das eine aus dem anderen heraus zu entwickeln. Dafür hätte Sander die Erinnerungen seiner Figuren auf die Wechselwirkung zwischen Zeitgeschichte und Person hin zuschneiden müssen, erklärt Botka, so aber bleibt Geschichte Kulisse, Kausalitäten wirken mechanisch und eine Figurenentwicklung ist für den Rezensenten nicht feststellbar. Sanders Sprache scheint ihm zudem zu wenig differenziert und allzu floskelhaft.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 19.09.2019

Christoph Schröder lobt Gregor Sanders Roman über ein ungleiches Freundespaar zwischen DDR-Alltag und Berliner Partykultur. Wie Sander Geschichte durch das Erleben seiner Figuren erzählt, findet er glaubwürdig, die dabei entstehende Stadtsoziologie Berlins ebenso. Unterhaltsam weil stets auf Allgemeineres verweisend scheint ihm, wie der Autor Orte beschreibt. Außerdem findet Sander den richtigen Ton für seine Figuren, meint Schröder. Ein leichtes, heiteres, doch nicht triviales Buch, so der Rezensent.