Gerold Späth

Commedia

Roman. Durchgesehene Neuausgabe
Steidl Verlag, Göttingen 2001
ISBN 9783882437829
Gebunden, 397 Seiten, 24,50 EUR

Klappentext

Ida Vogelsang, Fritz Haslinger, Xaver Diethelm und zweihundert weitere Bewohner eines Schweizer Städtchens haben aufgeschrieben, was ihnen gerade in den Sinn kam. Tatsächlich eingefallen sind all diese Geschichten natürlich Gerold Späth. Die Menschen sind bei ihn glücklich oder gescheitert, gedankenreich oder beschränkt, sie haben Sehnsüchte und Obsessionen, Freunde, Gegner und eine ungewisse Zukunft. So spielen sie wie an jedem anderen Ort der Welt die keineswegs göttliche Komödie des ganz normalen Lebens. Der zweite Teil des 1980 erstmals veröffentlichten Buchs führt in die Kammern eines Museums, das allerlei bedeutende und unbedeutende Exponate bewahrt: Napoleons Nachtmütze, einen alten Donnerbalken, eine Muttergottes in einer Nussschale ? Abfallstücke der Geschichte, die lauter abwegige Geschichten erzählen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2002

"Ein toller Roman", schwärmt Rezensent Eberhard Falcke, auch wenn er eine übergreifende Handlung für diese Sammlung von "Geschichten, Anekdoten und Lebensmomenten" mit mehr als "zweihundert Figuren" noch lieber gesehen hätte als lediglich die Metapher "Daseinskomödie", in der sie zusammengehalten werden. Doch Falcke erinnert daran, dass der Autor seit jeher gegen die "kontrollierte Form" anschrieb, und das "große Nebeneinander sich rasant vermehrenden Einzelteile" anders kaum zu verbinden sei. Die Neuausgabe des bereits 1980 erschienenen Werks zeigt laut Falcke, dass Späth ein "formidabler Klassiker der deutschsprachigen Fabulierkunst" ist.
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