Das Buch legt einen umfassenden Vergleich der beiden asiatischen Kulturen vor. Es beschreibt Indien und China in ihrer doppelten Natur: einerseits als heutige Staaten mit festumrissenen politischen Grenzen, andererseits als kulturelle Großräume mit ihrer Prägekraft für andere Kulturen; es geht auf die geschichtliche Entwicklung genauso ein wie auf die zukünftige Rolle in der Weltpolitik. Trennendes und Verbindendes werden vom Autor dargestellt und durch persönliche Erfahrungen, durch Gespräche und Begegnungen mit Indern wie Chinesen anschaulich unterlegt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2001
Schweizers Buch umfasst drei Kapitel, schreibt Godehard Weyerer: Zwei Kapitel behandeln das Verständnis von Religion und Staat in Indien und China, das dritte den Zusammenprall mit der Moderne. Der Autor, der beide Länder seit über 30 Jahren bereise, wolle nicht deren Kulturen an "westlichen Begrifflichkeiten" messen, sondern u.a. die "radikale Fremdheit der hinduistischen, buddhistischen und konfuzianischen Welt erklären". Die Intensität der sozialreligiösen Verankerung sowie die Unfreiheit und Ungleichbehandlung großer Teile der indischen und chinesischen Bevölkerung sei für den Westen kaum nachvollziehbar. Demgegenüber stehe die immense Wirtschaftskraft beider Länder, die unbestritten eine der größten Stärken innerhalb des modernen Globalisierungsprozesses sei. Weyerer gibt einen "vorzüglichen Einblick" in das Alltagsleben Chinas und Indiens, der zudem "stilistisch sauber" und mit historischen Exkursen angereichert ist, lobt der Rezensent.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…