Gerd Hankel

Putin vor Gericht?

Möglichkeiten und Grenzen internationaler Strafjustiz
Cover: Putin vor Gericht?
zu Klampen Verlag, Springe 2022
ISBN 9783866748361
Gebunden, 136 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Der russische Staatspräsident Putin und die Handlanger seines verbrecherischen Krieges in der Ukraine sollen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. So klar die Forderung ist, so unklar erscheint, wie sie eingelöst werden soll. Vor welchem Gericht sollen sich die mutmaßlichen Täter verantworten? Für welche Verbrechen? Und wann und in welchem Kontext überhaupt? Viele Fragen, die eines gemeinsam haben: Die Herausforderung ist groß und der Ausgang einer solchen strafrechtlichen Verfolgung ungewiss. Denn sie stößt auf eine internationale Strafjustiz, die sich heftiger Kritik an ihrer Legitimation ausgesetzt sieht: Mächtige Staaten und deren Freunde hätten nichts zu befürchten, unparteiisch sei sie auch nicht, Opfer würden vernachlässigt, lauten einige der Vorwürfe.Was wäre von Strafverfahren gegen Putin und Co. tatsächlich zu erwarten? Mit welcher Botschaft an andere - vielleicht auch westliche - Völkerrechtsverbrecher?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 11.10.2022

Rezensentin Annette Wilmes folgt interessiert dem Versuch Gerd Hankels, zu erklären, ob und wie der russische Präsident Wladimir Putin für die Kriegsverbrechen in der Ukraine verantwortlich gemacht werden könnte. Der Jurist rekapituliert dafür in seinem Buch die Geschichte und Entwicklung des internationalen Völkerrechts und blickt von dessen Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur Gründung des internationalen Strafgerichtshof im Jahr 2002, erklärt Wilmes. Das ist alles beeindruckend und nachhaltig beschrieben, betont die Rezensentin, die auch Kritik an der Institution behandelt sieht. Ein facettenreiches Buch, dessen Autor seine volle Hoffnung für das Aufklären und Verurteilen von Kriegsverbrechen in der Ukraine und anderorts in das Internationale Strafrecht setzt, schließt Wilmes.

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