Gerald Echterhoff, Michael Eggers (Hg.)

Der Stoff, an dem wir hängen

Faszination und Selektion von Material in kulturwissenschaftlicher Arbeit
Cover: Der Stoff, an dem wir hängen
Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 2002
ISBN 9783826021954
Broschiert, 154 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Gerald Echterhoff und Michael Eggers.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.10.2002

Der von Gerald Echterhoff und Michael Eggers herausgegebene Band "Der Stoff, an dem wir hängen" geht nach Jan Engelmann der Frage nach, "wie Texte zu großer Form auflaufen". Wo die "Altvorderen" der Wissenschaften den Vertretern des Popdiskurses "mangelnde Substanz" und "kulturwissenschaftliche Verblendung" vorwerfen, sieht Engelmann das eigentliche Problem nicht in den akademischen Inhalten, sondern im "Tunnelblick", der an den Universitäten eingeübt werde. So stimmt er Michael Eggers Ansicht zu, die "Kulturwissenschaftlichkeitsrhetorik" verschleiere "allzu gern" ihre Abhängigkeit von Formulierungskniffen und Autoritätseffekten. Brigitte Weingart schlage deshalb unter dem Begriff "Faszinationsanalyse" einen neuen Umgang mit Subjektivität vor. Laut Engelmann ist vor allem die Bereitschaft nötig, das eigene Schreiben von seinen Fixierungen zu lösen. "Einmal von den ?diskursiven Stoppregeln' (Weingart) befreit", so Engelmann, "könnten dann riskante Texte gedeihen."

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