Georges Didi-Huberman begnügt sich nicht damit, erstmals die Geschichte des Abdrucks zu schreiben, sondern zeigt, weshalb der Abdruck systematisch von der Kunstgeschichte ausgeklammert wurde. Dabei geht er zurück bis auf Vasaris Unterscheidung zwischen den freien und mechanischen Künsten, welche den Abdruck im Gegensatz zum "einmaligen" Kunstwerk als unrein abwertete. Georges Didi-Huberman wagt eine Neubewertung, mit der er einen Kontrapunkt zur sanktionierten Kunstgeschichte setzt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.11.1999
Heinz Schlaffer ist nicht überzeugt. Didi-Hubermans Willen, im Körperabdruck ein Vor-Bild aller Kunst zu erblicken und diesen Zusammenhang von der Prähistorie bis zur Avantgarde zu verfolgen, erscheint ihm "zweifelhaft". Und auch die "kühn formulierten Postulate" und die vielen Zitate von Benjamin bis Lyotard machen ihm die Rehabilitation der "Spuren des Lebens im Leblosen" nicht einsichtiger.
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