Georg Kreisler

Mein Heldentod

Prosa und Gedichte
Cover: Mein Heldentod
Arco Verlag, Wuppertal 2003
ISBN 9783980841030
Gebunden, 144 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Der Band versammelt Prosa, Gedichte und Lieder, überwiegend unveröffentlichte, unbekannte Texte aus jüngster Zeit. Darunter ist ein Ausblick auf die Zukunft: auf seinen "Heldentod" in Wien und obendrein die lang ersehnten Lebenserinnerungen: "Meine Autobiografie" - ein Parforceritt, auf drei Seiten... Besonders als Erzähler überrascht und fesselt Kreisler in "Mein Heldentod" mit neuen Seiten: vor allem mit grotesken, parabolischen Erzählungen, die zum Besten gehören, was er je geschrieben hat. Wichtige Einblicke in seine Auffassung von Kunst, Musik und Literatur, aus seiner "Schreibwerkstatt", provokative Positionen zum zeitgenössischen Theater, Kollegenschelte und -lob, Erinnerungsstücke und Essayistisches runden den Band ab.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2003

Karl-Markus Gauß macht aus seiner Bewunderung für Georg Kreisler, den trotzigen Alten mit den radikalen Ansichten, keinen Hehl. "Unversöhnt" und unversöhnlich sei er, der Wiener Jude, der schon so vieles war, an so vielen Orten - Entertainer, Komponist und Theatermann, Liedermacher und Kabarettist mit böser Zunge - und dessen Gemüt sich nie ins Friedvolle besänftigen ließ; auch Linker sei er mehr aus Trotz und "Ekel vor bürgerlichen Zwängen", denn aus Utopismus geworden. Dennoch fand Gauß in Kreislers neuem Buch abermals Überraschendes: einen Lyriker nämlich, "der sich gegen den berühmten Vortragskünstler zu behaupten weiß, und einen Verfasser von kauzig-surrealer Kurzprosa, dessen Fantasie wunderlichste Blüten treibt". Verschwenderisch verteile er Ideen über "raue und zarte Verse" und Prosaminiaturen und ergehe sich in Tiraden, die mit "Altersstarrsinn" nichts zu tun haben: Denn starrsinnig sei der Alte schon als Junger gewesen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.06.2003

Paul Jandl zeigt sich amüsiert. "Querbeet" habe der österreichische Kabarettist, Chansonnier und Dichter Georg Kreisler alles versammelt, was in seinem Leben und Werk eine Rolle gespielt habe. Und das ganze bildet eine Art Nachruf auf sich selbst. Zu finden seien da "Gedichte und Chansons, Prosastücke und Autobiografisches", ebenso Kreislers Leben als Wiener und Jude. Der Ernst werde durch Morbides und schwarzen Humor verdrängt, was nach Ansicht des Rezensenten zu einer überaus erfreulichen Mischung führt.