Aus dem Rumänischen von Georg Aescht. Es begegnen sich Ost und West: Ein erfolgreicher rumänischer Emigrant entsagt der Heimat, an die er sentimental gebunden ist, und entscheidet sich für den vielversprechenden Westen.
Christa, eine junge Deutsche, befindet sich im Kampf mit der Erinnerung an die Securitate.
Die Härte des Exils und die Wehmut der Erinnerungen potenzieren sich paradoxerweise gegenseitig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2018
Gabriela Adamesteanus Roman "Begegnung" sollte ganz anders werden als der Vorgänger, "Verlorener Morgen", erzählt sie Rezensent Andreas Platthaus im Gespräch. Begonnen hatte sie ihn 1985, 1989 abgebrochen, um sich dem Journalismus zuzuwenden, 2001 die Arbeit dann wieder aufgenommen und den Roman mehrmals überarbeitet, lesen wir. Er ist weniger dick, aber genauso politisch und sprachlich "intensiv" wie der Vorgänger, meint Platthaus. Er erzählt von der Rückkehr eines Exilanten, der seine Freunde nicht mehr von der Securitate unterscheiden kann. Er spielt mit, aber irgendwann erträgt er die unklaren Verhältnisse nicht mehr und reist wieder ab. Eins ist Platthaus jedenfalls nach Lektüre und Begegnung klar: Gabriela Adamesteanu ist eine "große Schriftstellerin".
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