Er war in der DDR einer der führenden Bürgerrechtler - und ist es in der Bundesrepublik geblieben: Friedrich Schorlemmer. In Gesprächen mit Hans-Dieter Schütt erzählt er über Morgengeier und Hoffnungstauben, das Elend von Feindbildern, die Kultur eines Pfarrhauses, Gerechtigkeit und Glockenläuten, das Wunder eines Jahreskreises, Menschsein im Widerspruch, Wert und Wagnis von Utopien, das gefährdete Solidarprinzip. Kurzum: Gespräche über Gott und Welt, Tod und Teufel.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.03.2012
Rezensent Jens Grandt weiß die Gesprächsbände von Hans-Dieter Schütt wegen ihres Esprits und ihrer Genauigkeit zu schätzen. Dies gilt auch für das jüngste Werk des Feuilleton-Chefs der Tageszeitung Neues Deutschland, das ihn im Gespräch mit dem DDR-Bürgerrechtler und evangelischen Pfarrer Friedrich Schorlemmer zeigt. Die beiden scheinen Grandt durchaus "konträre Persönlichkeiten", umso erfreuter ist er über das Gelingen des Gesprächs über Gott und die Welt sowie über den gesellschaftlichen Umbruch 1989/90. Besonders gefällt ihm an Schorlemmers auf manche vielleicht provozierend wirkenden Äußerungen, dass sie "nie als Lehre", sondern immer als "Selbstbefragung" daherkommen.
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