51 Farb- und Schwarzweißabbildungen. Worpswede: diesen Ort verbindet die Kunstwelt mit Moorlandschaften, Birken, Porträts der ländlichen Bewohner - und der Künstlerkolonie, die diese Bilder geschaffen hat. Der Band stellt das Zusammenleben der Gründergeneration um Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker, Carl Vinnen, Hans am Ende, Fritz und Hermine Overbeck, Heinrich und Martha Vogeler sowie Clara Westhoff-Rilke und Rainer Maria Rilke in den Mittelpunkt, das von 1889 bis 1908 immerhin etwa 20 Jahre andauerte. Basierend auf zum Teil bisher noch unveröffentlichten Tagebucheinträgen und Briefwechseln entfaltet Schmidt-Möbus ein Beziehungsgeflecht höchst unterschiedlicher Charaktere, die zuerst durch ein freundschaftliches, arbeitsorientiertes Gruppengefühl miteinander verbunden waren, dann aber persönlich wie künstlerisch auseinander strebten, um schließlich getrennte Wege zu gehen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.12.2012
Solide und lesenswert, trotz fehlender Zitatnachweise, findet Kristina Maidt-Zinke diesen Band über das Zwischenmenschliche am Mythos Worpswede, den die Kunsthistorikerin Friederike Schmidt-Möbus mittels neu erschlossener Quellen, Tagebüchern und Korrespondenzen erarbeitet hat. Neu scheint der Rezensentin der Blick auf das Miteinander der Worpsweder Gründergeneration mit Mackensen, den Modersohns und Vogelers, weil die Autorin auch die Vorgeschichte berücksichtigt und ein bisschen am Bild des Ideals der Versöhnung zwischen Natur und Kunst kratzt, indem sie auch den Knatsch im Gebälk nicht verschweigt.
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