Fred Luks

Endlich im Endlichen

Oder: Warum die Rettung der Welt Ironie und Großzügigkeit erfordert
Cover: Endlich im Endlichen
Metropolis Verlag, Marburg 2010
ISBN 9783895187049
Gebunden, 272 Seiten, 16,80 EUR

Klappentext

Die Lage scheint klar: Die Übernutzung der Natur gefährdet das Überleben der Menschheit. Das Problem ist nur: Über die "Rettung der Welt" (oder ihre Zerstörung) wird vor allem ökonomisch, kulturell und politisch entschieden, nicht naturwissenschaftlich. Ob und vor was die Welt gerettet werden soll, ist auch Interpretationssache. Das wird in Debatten über "Zukunftsfähigkeit" und "nachhaltige Entwicklung" oft übersehen. Vor diesem Hintergrund lässt sich das Buch auf viele Themen ein: Wachstum, Innovation, Glaubwürdigkeit, Effizienz, Glück, Knappheit, Partizipation, Gender, Klima, Humor, Ressourcen, Entschleunigung, Politik, Kunst, Nachhaltigkeitsforschung, unternehmerische Verantwortung, Rituale, Sprache, Verschwendung, Lebensstile, Reziprozität. Der Text nimmt die "Nachhaltigkeit" in ihrer Allzuständigkeit also beim Wort. Ergebnis: Die fehlende Trennschärfe dieses Begriffs und die Kontingenz des Wissens über die Welt legen einen ironischen Zugang nahe.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.07.2010

Dieses Buch ist Mathias Greffrath zufolge eine "Philosophie der Ökonomie", die den Versuch unternimmt, weltrettende Veränderungen zunächst durch Bewusstmachung der höchstindividuellen Mentalität sowie der Sprache zu erreichen. Empfohlene Mittel hierbei seien Ironie und Großzügigkeit. Fred Luks' Ironiebegriff deutet der Kritiker dahingehend, dass man illusionslos in der Analyse, radikal in den Zielen und vor allem einsichtsvoll den eigenen minimalen Handlungsspielräumen gegenüber sein müsse. Dennoch solle man agieren. Großzügigkeit meine hier, unökonomisch zu denken, wenn es um einen ökologischen Realismus gehe. Luks' Essay verwickelt, wie wir lesen, außerdem den Leser in ein Gespräch mit Werner Sombart und Michael Jackson, Georges Bataille und John Maynard Keynes, Krisentheoretikern, postmodernen Philosophen und ökologischen Ökonomen. So recht allerdings vermag Mathias Greffrath die Essenz dieser Publikation nicht zu vermitteln.

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