Franz Fischler, Christian Ortner

Europa - Der Staat, den keiner will

Cover: Europa - Der Staat, den keiner will
Ecowin Verlag, Salzburg 2006
ISBN 9783902404275
Gebunden, 220 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Vorwort von Jacques Santer. Warum gelingt es der EU nicht endlich, die skandalös hohe Arbeitslosigkeit zu senken? Was hätte die Bevölkerung in Salzburg, in Dresden oder Essen davon, wenn es einen europäischen Außenminister gäbe? Müssen eines Tages östereichische oder deutsche Soldaten auf Befehl von Brüssel in den Krieg ziehen? Was passiert, wenn in 15 Jahren die islamische Türkei das einwohnerstärkste Land der EU sein wird? Genau 100 Fragen wie diese haben sich der ehemalige östereichische EU-Kommissar Dr. Franz Fischler und der Wiener Publizist Christian Ortner vorgenommen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2006

Als fundiert und realistisch in den Ratschlägen beschreibt Rezensent Wilfried Loth die hundert Fragen und Antworten, in denen die Autoren die Probleme der Europapolitik besprechen. Als erste Grundregel würden sie den Politikern nahe legen, weniger populistisch zu agieren und der Bevölkerung die Wahrheit über die Globalisierung zuzumuten.. Dann, referiert der Rezensent, sollten sie sich auf realistische Projekte beschränken, wie zum Beispiel Forschungsförderung, eine gemeinsame Verbrechensbekämpfung und Einwanderungspolitik sowie Konzepte gegen die Überalterung. Ganz besonders am Herzen läge den Autoren eine europäische Verteidigungspolitik mit einer gut ausgerüsteten Armee. Hier würden sie den notorischen Bedenken mit dem Hinweis begegnen, Europa sei immer nur durch Führungspersönlichkeiten voran gebracht worden, und dies sei speziell in diesem Punkt wieder erforderlich. Nur bei der Frage nach der demokratischen Legitimierung der europäischen Instanzen sieht der Rezensent "merkwürdigerweise" einen gewissen Wankelmut vorherrschen. Hier trügen sie selbst Bedenken vor, die sie sonst so bravourös bekämpften.
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