Wo sind die Grenzen der europäischen Integration? Wird die europäische Union den Erfolg des europäischen Einigungsprozesses fortsetzen können? Joachim Bitterlich versucht Eckpunkte eines realistischen Zukunftkonzepts aus seiner Erfahrung zu entwickeln und zugleich Wege aufzuzeigen, wie der Bürger für dieses einzigartige Projekt wieder gewonnen werden kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2005
Als "lohnende Lektüre" wertet Rezensent Werner Link dieses Buch über Europa, das der ehemalige Diplomat Joachim Bitterlich vorgelegt hat. Der Autor biete nicht nur "aufschlussreiche Einsichten in die deutsche Europa-Politik der neunziger Jahre", sondern auch eine Einschätzung der gegenwärtigen Probleme der EU. Link attestiert dem Diplomaten, der über zehn Jahre einer der engsten Mitarbeiter von Bundeskanzler Kohl, zuerst als Referatsleiter für Europafragen, dann als Abteilungsleiter für Außen- und Sicherheitspolitik im Kanzleramt war, eine "intime Vertrautheit" mit der Materie. Wie er berichtet, stehen die deutsch-französischen Beziehungen und ihre Bedeutung für die europäische Integration im Mittelpunkt. Ohne die Schwierigkeit der Abstimmung zwischen Bonn und Paris zu verschweigen, zeige Bitterlich wie alle Fortschritte in Europa durch deutsch-französische Initiativen gefördert und Kompromisse in der EU erst ermöglicht wurden. Link hebt hervor, dass sich Bitterlich auch ausführlich mit dem Verfassungsvertrag befasst. Bitterlichs Erörterung der Wünsche der Bürger anhand der "Kernfragen der europäischen Politik" lobt Link schließlich als "lesenswerte Überlegungen und Vorschläge".
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