Frank Dietrich (Hg.)

Ethik der Migration

Philosophische Schlüsseltexte
Cover: Ethik der Migration
Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783518298152
Taschenbuch, 262 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Militärische Gewalt, politische Verfolgung und mangelnde ökonomische Perspektiven veranlassen eine stetig wachsende Zahl von Menschen, ihr Heimatland zu verlassen. Die Beantwortung der Frage, ob, beziehungsweise in welchem Umfang wohlhabende Staaten zur Aufnahme von Migranten verpflichtet sind, stellt eine der drängendsten ethischen Herausforderungen unserer Zeit dar. Der Reader präsentiert Schlüsseltexte der philosophischen Diskussion, unter anderem von Joseph Carens, David Miller und Peter Singer, und vermittelt so einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Positionen, die im Streit um eine ethisch gerechtfertigte Migrationspolitik vertreten werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2017

Friedemann Bieber freut sich über die unterschiedlichen Standpunkte in dem von Frank Dietrich herausgegebenen Sammelband mit philosophischen Texten zum Thema Migration. Dass einige Beiträge bereits in den Achtzigern veröffentlicht wurden, stört ihn nicht. Die Frage nach der ethischen Legitimation der Schließung von Landesgrenzen beantworten ihm die Autoren so erfrischend verschieden, dass Bieber jede Menge Denkfutter bekommt. Im Spannungsfeld zwischen dem Plädoyer für das Menschenrecht auf Freizügigkeit und der Definition von Gemeinschaft erst durch Grenzen, zwischen abstrakten ethischen Prinzipien und utilitaristischer Moralphilosophie bildet sich Bieber seine Meinung.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.08.2017

Rezensent Alexander Cammann hat den von Frank Dietrich herausgegebenen Band mit Texten zur "Ethik der Migration" mit Gewinn gelesen. In den zehn Texten von angelsächsischen Denkern entdeckt der Kritiker ebenso vielfältige wie anregende Positionen zur Migration: Während Joseph H. Carens etwa die westliche Staatsbürgerschaft als "modernes Äquivalent feudaler Klassenprivilegien" betrachte, verteidige David Miller beispielsweise das Recht auf territoriale Integrität, liest der Rezensent, der das Buch nicht zuletzt seiner Aktualität wegen empfiehlt.