Aus dem Französischen von Christel Gersch. Er ist ein Glückskind und steht auf der Sonnenseite des Lebens: Louis Charles, der Sohn Ludwigs XVI. und Marie Antoinettes, dazu bestimmt, als mächtigster Herrscher Europas zu regieren. Doch mit der Französischen Revolution wendet sich das Blatt, als das Ancien Regime stürzt und die ersten Köpfe rollen. Der kleine Prinz, kaum acht, kommt 1792 in den Kerker von Paris, und fortan ist das karge Turmzimmer sein Zuhause. Es ist der Beginn einer langsamen Agonie; denn über zwei Jahre wird das Kind dort festgehalten und mehr und mehr sich selbst überlassen - ausgerechnet in einer Zeit, als Menschenrechte als größtes Gut gelten.
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