Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2026
ISBN
9783455021912 Gebunden, 272 Seiten, 26,00
EUR
Klappentext
Aus Auf welche Weltordnung steuern wir zu? Die liberale Demokratie steckt in der Krise, nach einer langen Phase der Demokratisierung sind wir wieder in einer Welt der Macht angelangt, bedingt vor allem durch autoritäre Bewegungen, technologischen Wandel, Neoliberalismus und Identitätspolitik. Mit seinen Gedanken zur Lage der Welt zeigt Francis Fukuyama, warum das freiheitliche Denken für die westlichen Gesellschaften im 21. Jahrhundert alternativlos ist. Vor allem aber macht er deutlich, warum wir für die Freiheit kämpfen müssen, wollen wir ihr Überleben sichern und das Risiko einer autoritären Weltordnung eindämmen.
"Originell und lebendig" findet Rezensent Marc Reichwein die Memoiren des US-amerikanischen Politikwissenschaftlers und Stanford-Professors Francis Fukuyama, die sogar mit dreimonatigem Vorsprung auf Deutsch erscheinen. Fachliches und Persönliches verbinden sich darin auf für den Kritiker angenehm zu lesende Weise: in kurzen Kapiteln erklärt er etwa, warum er seine einflussreiche These über das "Ende der Geschichte" nicht verwerfen will, berichtet von der privaten Neigung zum Tischlern, von seinem Versuch, dem lybischen Diktator Muammar al-Gaddafi nach einer offiziellen Einladung "Privatvorlesungen" zu geben, und kommt auf Stuttgart 21 zu sprechen. Ideengeschichtlich tiefergehend behandle Fukuyama außerdem den Begriff der "Vetokratie", der auf eine Art "Verfahrensfetischismus" hinauslaufe und den der Denker als einen wichtigen Ursprung des Populismus sieht. Für den Kritiker allem Anschein nach eine unterhaltsame wie informative Lektüre.
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